Kinofilme in Originalfassung mit Untertiteln (OmU)
Film-Inhalte Januar / Februar 2010
(Ein Klick auf den Titel führt zum 1. Vorführtermin des Films in der Programmübersicht)
Die Kempfs leben auf drei Stufen Heimat.
Je nach Jahreszeit bewirtschaftet
sie einen anderen ihrer drei Höfe im
Urner Schächental: mal im Talboden,
mal im Bieler auf 1.120 Metern oder
dann ganz oben, an der Baumgrenze.
Zusammen mit ihrem Vieh ziehen
sie von Hof zu Hof, um immer dort
zu sein, wo der Boden die saftigsten
Gräser hergibt. Die ganze Familie, von
den Kleinsten, über die Frau bis zu
den Großeltern, hilft mit. Es gibt nicht
mehr viele Schweizer Bergbauern, die
diese einzigartige Lebensweise noch
pflegen. Es ist ein harter Alltag, geprägt
von Entbehrungen und wenig
Freizeit. Doch fernab der Hektik entfaltet
sich das Glück auf andere Weise:
die innere Zufriedenheit, sein eigener
Herr zu sein. Eins zu sein mit dem Vieh
in einer einmaligen Berglandschaft.
Der Film berichtet vom Leben in der
Abgeschiedenheit der Täler und den
Veränderungen und Gefahren, die den
Bergbauern drohen. Und vom Mut, an
traditionellen Lebensweisen festzuhalten.
Die Ruhe und Selbstverständlichkeit
dem Leben gegenüber sollen
sich auf den Film übertragen und den
Zuschauern etwas mitgeben, das über
die Einblicke in die Lebensweise und
Probleme der Schächentaler Bauernfamilie
hinausgeht.
CH 2008.
Regie: Hans Haldimann.
Mit
Max Kempf, Monika Kempf.
101 Min.
Marjane ist 8 Jahre alt, als es in Iran
zur islamischen Revolution kommt.
Die Sittenwächter übernehmen die
Macht, machen Vorschriften, wie man
leben soll und verfolgen alle, die anders
denken. Aber Marjane trägt unter
ihrem Schleier Jeans und Turnschuhe
und sagt, was sie denkt. Ihr rebellisches
Wesen wird immer gefährlicher.
Die Eltern schicken sie nach Österreich
auf die Schule. Dort erfährt sie Freiheit
aber auch Einsamkeit in der Fremde,
Erwachsen werden und erste Liebe. In
phantasievollen Zeichnungen erzählt
die Regisseurin ihre Kindheit und Jugend.
Den Erfahrungen von Repression,
Krieg und Exil begegnet sie mit
Witz und Wut. Animationsfilm.
F 2007.
Buch + Regie: Marjane Satrapi + Vincent Paronnaud.
96 Min.
Amélie arbeitet als Kellnerin in einem
Café. Sie hat ihre eigene, fabelhafte
Welt, liebt die kleinen Dinge, die leisen
Töne und die zarten Gesten. Eines Tages
beschließt sie, als gute Fee in das
Leben ihrer Mitmenschen einzugreifen.
Alles scheint ihr zu gelingen. Aber
als sie den Mann ihrer Träume trifft,
weiß sie nicht, wie sie sich selbst zum
Glück verhelfen soll.
F / D 2001.
Regie: Jean-Pierre Jeunet.
Mit A. Tautou, M. Kassovitz.
120 Min.
Kaum geboren, kann Kiriku schon
sprechen und laufen. Aber in Kirikus
Dorf ist die Welt längst nicht mehr in
Ordnung. Die böse Zauberin Karaba
hat die Quelle versiegen lassen und
die Männer in Fetische verwandelt.
Die Frauen und Kinder leben in ständiger
Angst. Ausgerechnet der kleine
Kiriku will das Dorf vom Fluch der Zauberin
befreien. Wer wird gewinnen?
Animationsfilm.
F 1998.
Regie: Michel Ocelot.
71 Min.
Entre les murs
Die 8. Klasse an einer Pariser Mittelschule
ist ein Mikrokosmos des heutigen
Frankreich mit seiner ethnischen
Vielfalt. Kulturen und Meinungen
prallen aufeinander. Jeden Tag tritt
François an, um die Aufmerksamkeit
seiner Schüler zu gewinnen, er begegnet
oft Desinteresse, Ablehnung und
Aggression. Es ist eine Gratwanderung
zwischen Spiel und Ernst, die nicht
ohne Risiko bleibt.
F 2008.
Regie: Laurent Cantet.
Mit F. Bégaudeau, F. Keïta.
128 Min.
Weil ihm das Lernen Schwierigkeiten
macht und sein Vater keine Zeit für ihn
hat, soll Tom das nächste Schuljahr bei
seinem Großvater in den Bergen verbringen.
Hier verschwand vor fünf Jahren
seine Mutter in einem Gletscher
des Mont Blanc. Aber verschwinden
heißt nicht sterben, beschließt Tom.
Er will seine Mutter wiederfinden!
Vielleicht ist sie ja eine Gefangene des
Mont Blanc, wie das indische Flugzeug
Malabar Princess, das vor 50 Jahren
in das ewige Eis stürzte? Einfühlsame
Familienkomödie über die kleinen und
großen Fragen zu Leben und Tod.
F 2004.
Regie: Gilles Legrand.
Mit Claude Brasseur, Michèle Laroque.
94 Min.
1942, Paris unter deutscher Besatzung.
Der gefeierte Theaterregisseur
Lucas Steiner, ein deutscher Jude, befindet
sich auf der Flucht. Er hat die
Leitung des Montmartre Theaters seiner
Frau Marion überlassen, die dafür
kämpft, den Theaterbetrieb aufrecht
zu erhalten. Doch das ist in einem Klima
der Zensur, der Schnü ffelei und der
Hatz auf Juden nicht einfach. Wie soll
sie Freunde von Feinden unterscheiden?
Ein Film über das (Über-)Leben in
einer Zeit der Denunziation.
F 1980.
Regie: François Truffaut.
Mit C. Deneuve, G. Depardieu.
91 Min.
Nur Ruinen erinnern in nicht allzu ferner
Zukunft an die Menschheit. Doch
mitten in dieser leblosen Welt keimt
neue Hoffnung: ein kleines, puppenartiges
Wesen, das auf seinem Rücken
die Nummer 9 trägt. Völlig allein erwacht
9 in einem zerfallenen Haus,
begegnet aber bald darauf acht anderen
seiner Art, die versuchen, in dieser
Welt zu überleben. 9 schließt sich der
Truppe an, die immer auf der Flucht
vor wilden Maschinenbestien ist, die
erbarmungslos Jagd auf sie machen.
9 will mit den anderen herausfinden,
warum die Maschinen sie überhaupt
zerstören wollen ...
USA 2009.
Regie: Tim Burton.
Animationsfilm.
79 Min.
Englische Originalfassung ohne Untertitel!
www.9-film.de
Maeve und ihre Freundinnen kämpfen
mit den ersten Anzeichen des
Erwachsenwerdens. Als Vorletzte hat
sich Maeve der gefürchteten Vermessungsprozedur
im Kaufhaus unterzogen
und ihren ersten BH bekommen.
Fehlt eigentlich nur noch ein Freund.
Als ausgerechnet Brian auf Maeve aufmerksam
wird und sie in den Jugendclub
einlädt, lässt Maeve die besten
Freundinnen stehen. Die verzeihen ihr
den Treuebruch nicht und Tratsch und
Gehässigkeiten beginnen.
IRL 2007.
Regie: Marian Quinn.
Mit Ailish McCarthy, Aidan Quinn.
89 Min.
Lehrerin Poppy liebt schrille Klamotten
und hasst schlechte Laune. Sie begegnet
den Widrigkeiten des Alltags
mit Humor. Sogar, als ihr das Fahrrad
geklaut wir, zuckt sie nur die Achseln
und sagt «Schade, ich hätte mich gerne
noch von ihm verabschiedet». Ihren
Fahrlehrer bringt Poppy mit ihrer Unbekümmertheit
zur Weißglut und der
Besuch in der Vorort-Familien-Idylle
ihrer Schwester gerät zum Debakel.
GB 2008.
Regie: Mike Leigh.
Mit Sally Hawkins, Eddie Marsan.
118 Min.
Der kleine James wächst bei seinen
grausamen Tanten in England auf.
Sein Los ändert sich, als ein magischer
Pfirsich im Garten wächst. Er wird immer
größer. Im Innern findet James
eine seltsame Gesellschaft aus Käfern
und Würmern, mit denen er sich auf
die Flucht begibt. Zu Wasser und durch
die Luft reisen sie auf dem Pfirsich
Richtung Amerika. Animationsfilm.
GB / USA 1996.
Regie: H. Selick.
79 Min.
Ein junger Mann und eine junge Frau
begegnen sich in Dublins Fußgängerzone,
wo er als Straßenmusiker auftritt.
Sie kommt aus Osteuropa und
versucht sich in Dublin ein neues Leben
aufzubauen. In seinem federleichten
Musical erzählt John Carney von
Freundschaft, Liebe, Musik und dem
schwerelosen Zustand am Anfang des
Erwachsenseins.
IRL 2008.
Regie: John Carney.
Mit Glen Hansard, Markéta Irglová.
85 Min.
Will Proudfoot malt in seiner Freizeit
am liebsten Comics. Weil seine Mutter
in einer ultrareligiösen Sekte ist, darf
er selbst in der Schule kein Fernsehen
schauen. Er muss dann im Gang warten.
Dort trifft er auf den Streuner Lee,
der Wills Potential sofort erkennt und
ihn für ein Filmprojekt rekrutiert. Für
einen Wettbewerb drehen die beiden
Jungen «First Blood» nach. Nach anfänglichem
Misstrauen ist Will begeistert.
Mit anarchischem Einfallsreichtum
stürzen sich die beiden Jungen
in ihr Vorhaben, bis ein extravaganter
Austauschstudent aus Frankreich auftaucht
und das Gleichgewicht stört ...
GB / F / D 2007.
Regie: Garth Jennings.
Mit Bill Milner, Will Poulter.
96 Min.
Richard Loncraines opulente Adaption
von Shakespeares «Richard III»
verwendet ausschließlich Original-
Dialoge. Der Regisseur hat das Drama
aber rigoros verdichtet und elegant in
das London der 1930er Jahre verlegt.
Inmitten einer aufgeheizten Atmosphäre,
die den hedonistischen Glanz
der «Golden Twenties» ebenso heraufbeschwört
wie den Nazi-Faschismus,
mordet sich Richard Gloucester systematisch
und kaltblütig den Weg zum
Thron seines Bruders frei.
GB / USA 1995.
Regie: Richard Loncraine.
Mit Ian McKellen, Annette Bening.
104 Min.