Musik, Kleinkunst, Kabarett
Live-Veranstaltungen im September / Oktober 2010
(Ein Klick auf den Titel führt zur Veranstaltung in der Programmübersicht)
Der Mystik gilt eine verbreitete Neugier. In den großen Religionen
steht sie allerdings scheinbar ganz am Rand. Doch ist
mystische Erfahrung für die Religion von hoher Bedeutung. Sie
kann sogar als Ursprung und Kern aller Religion verstanden
werden. Der mystische Blick auf die Welt ist aber auch eine urmenschliche und psychologisch nachvollziehbare Sache. Dieser
Blick vermag das Leben zu verwandeln. Er ist keineswegs
besonders geheimnisvoll, sondern ebenso nachvollziehbar wie aktuell.
7,– / ermäßigt 4,– Kartenvorverkauf täglich ab 17 Uhr (ab 11.09. ab 15 Uhr).
Keine Reservierung!
Die meisten kennen Bernd Kohlhepp
als überzwerchen Herrn Hämmerle,
als schwäbischen Rock’n’Roller, als
Theatersport-Improvisierer oder Big
Band-Sänger. Mit «Die Räuber oder
so» zeigt er einen Crossover zwischen
Kabarett und Schauspiel. Schräg, witzig
und speziell. Seinem Lieblingsdramatiker
Friedrich Schiller hat er schon
auf der CD «Wer wagt es...?!» mit
den Balladen in der Originalsprache
Schwäbisch gehuldigt.
Totschlag, Mord, Familientragödie:
Kohlhepp rollt schon einmal vorsorglich
den Teppich für die zu erwartenden
Leichen aus. Denn eines ist sicher: Bei
Schillers Erstling hört der Spaß einfach auf! (Reutlinger Generalanzeiger)
13,– / ermäßigt 9,– Kartenvorverkauf täglich ab 17 Uhr (ab 11.09. ab 15 Uhr).
Keine Reservierung!
www.kohlheppspieltschiller.de
Der elfjährige Moses lebt allein mit seinem Vater, einem verknöcherten Rechtsanwalt, in Paris.
Täglich kauft er in Monsieur Ibrahims Laden ein, dem Araber in der Rue Bleue, die so wenig blau
wie Monsieur Ibrahim ein Araber ist. Denn «Araber» bedeutet in
der Branche: durchgehend geöffnet, von 8 Uhr bis Mitternacht.
Zwischen dem alten Mann und dem Jungen, der am Haushaltsgeld
spart, um zu den Huren zu gehen, entspinnt sich eine tiefe
Freundschaft.
Mit dieser Erzählung schuf Eric-Emmanuel Schmitt eine wunderbare
Parabel über Toleranz, Weisheit und Versöhnung. In den Hauptfiguren begegnen sich auch zwei Weltreligionen, die «offiziell» unterschiedlicher kaum sein könnten. Ihre Freundschaft
durchbricht alle Vorurteile. In dem Sufi Monsieur Ibrahim begegnet uns ein verständiger, hintergründig lächelnder Islam, der in der Beschäftigung mit der Tagespolitik oft vergessen wird. Das Stück verzaubert durch tiefgründige Figuren, die bei allen Höhen und Tiefen eine einmalige Leichtigkeit und Schönheit umgibt.
13,– / ermäßigt 9,– (Mitglieder Linse e.V. ) Kartenvorverkauf täglich ab 17 Uhr (ab 11.09. ab 15 Uhr).
Keine Reservierung!
www.theaterlichter.de
Am 09. November 1905 wurde Erika Mann, älteste Tochter
von Thomas Mann, in München geboren. Roswitha Dasch
(Violine/Gesang/Rezitation) und Ulrich Raue (Klavier/Rezitation)
widmen ihr Programm dieser außergewöhnlichen
Frau, die mit ihrem politischen Kabarett «Die Pfeffermühle
» die Brisanz der Zeit dem Publikum sehr subtil und zugleich
eindringlich vermittelte. Bissige Lieder, hintergründige
Texte und Sketche, die schon bei der Premiere im Januar
1933 für Aufsehen sorgten, präsentierte Erika Mann mit
ihrem Ensemble später im Schweizer Exil und anschließend
auf Tourneen durch zahlreiche Länder Europas. Die Gründer
waren Klaus und Erika Mann sowie Therese Giehse und
Magnus Henning, der der Initiator des Kabaretts war. Zu
den Textern gehörten außer Erika und Klaus Mann Walter
Mehring und Wolfgang Koeppen, zu den Darstellern unter anderen Therese Giehse, Lotte Goslar, Sybille Schloß, Cilli Wang und Igor Pahlen. Magnus Henning komponierte und spielte Piano. Erika Mann schrieb viele Texte selbst und trat als Conférencière
und Darstellerin oft in einem weißen Clownskostüm auf. Den Namen
«Die Pfeffermühle» hat Erika Manns Vater Thomas Mann erfunden, der bei einer Familiendiskussion über den Namen von Erikas geplanten Kabarett am Esstisch auf die Pfeffermühle zeigte und fragte: «Wie wär’s damit?»
13,– / ermäßigt 9,– Kartenvorverkauf täglich ab 17 Uhr (ab 11.09. ab 15 Uhr).
Keine Reservierung!
www.roswitha-dasch.com
Keine Angst vor freieren Strukturen!
Hier sind nicht vier Berserker
am Werk, die alles kurz
und klein hupen und dreschen.
Selbstverständlich geht es öfters
recht heftig zur Sache,
schließlich ist (auch kollektive)
Improvisation für dieses Quartett
das Lebenselixier. Aber sie schaffen auch wunderschöne
Balladen, Phasen anmutiger Ruhe sogar. Gebhard Ullmann an Tenorsaxophon und Bassklarinette sorgt mit Posaunist Steve Swell für Klänge von dunkler Brillanz, schräg brodelnder Wildheit und herrlicher Harmonie. Hilliard Greene hält
am Bass zusammen, was sonst auseinander driften würde, übernimmt oft die meist kurzen Melodien, über die sich nicht nur die Bläser austoben, sondern auch der legendäre Drummer Barry Altschul. Vier hochvirtuose Giganten der Avantgarde, die schon lange mit blindem Verständnis zusammen spielen. Ein Abend als
musikalisches Abenteuer – wer sich darauf einlässt, vergisst dieses Konzert das ganze Leben nicht mehr. Gebhard Ullmann: tenor saxophone, bass clarinet, Steve Swell: trombone, Hilliard Greene: bass, Barry Altschul: drums.
15,– / ermäßigt 10,– (Mitglieder jazztime und Linse e.V. )
Schüler und Studenten 12,– Kartenvorverkauf täglich ab 17 Uhr (ab 11.09. ab 15 Uhr).
Keine Reservierung!
www.jazztime-ravensburg.de
www.gebhard-ullmann.com
Mit der Bitte: «Alle mal die Hand heben!» fordert der
Klavierkabarettist Daniel Helfrich seine Zuschauer auf,
sich zu melden, sich zu bekennen und sich einer Frage
oder einem Thema zu stellen und trotzdem dabei sitzen
bleiben zu dürfen. Zwischen Boogie-Woogie-Klängen,
Blues und Walzertakt nimmt er die Jugend, Politiker,
den Pontifex Maximus und schließlich sich selbst
auf die Schippe. Auf seinem ebenfalls sehr fröhlich gestimmten
Klavier spielt er Kaiserhymnen, rassenübergreifende
Rhapsodien über Hunde, mächtige Oden an
den gleichnamigen Wald und gemeine Augenli(e)der.
13,– / ermäßigt 9,– Kartenvorverkauf täglich ab 17 Uhr
(ab 11.09. ab 15 Uhr).
Keine Reservierung!
www.daniel-helfrich.com
Bis zum Jahre 2030 wird die Hälfte der
Weltbevölkerung in Städten leben. Da
möchte Matthias auch dabei sein. Doch
Matthias kommt aus dem kleinen Dorf
Hüffelsheim im Hunsrück und die Unterschiede
zwischen Stadt und Land sind
ziemlich groß. Immer wieder gerät er in
den Großstädten in Alltagssituationen, mit
denen ein naiver Mann vom Land noch nie
konfrontiert wurde! «Ich hab mir in diesem
Douglas ein ganz tolles Parfüm gekauft. Es
heißt Tester!» Seine Eltern kommen noch
weniger damit zurecht. So sagte Matthias’
Vater beim letzten Stadt-Besuch: «Ich hab
aus dem Hotel die Handtücher mitgehen
lassen. Das tut mir leid, aber in irgendwas
muss ich den Fernseher ja einwickeln!»
Noch lebt Matthias zu Hause bei seinen
Eltern, was sich als ziemlich schwierig herausstellt.
Meine Mutter kam jetzt letzte
Woche zu mir und sagte: «Bub, langsam
wird’s mal Zeit für eine eigene Wohnung!» Da sagte Matthias: «Gut, wegen mir, ich komm mit dem Vater allein schon klar!» In vielen rheinland-pfälzischen Dörfern sank in den letzten 40 Jahren die Einwohnerzahl bis zu 30 Prozent! Verschiedene Gründe, wie zum Beispiel die Angst vor Arbeitslosigkeit, vertreiben junge
Menschen vom Land. Auch Matthias zieht es in die Großstadt! Und er will es dort schaffen! Und er wird es dort schaffen! Doch eine Bitte seiner Mutter: «Vielleicht können sie ihm ja ein bisschen helfen!» P.S.: Hüffelsheim gibt es auch im Internet.
Wenn sie bei Google «Keine Treffer» eingeben, kommt Hüffelsheim raus!
13,– / ermäßigt 9,– Kartenvorverkauf täglich ab 17 Uhr (ab 11.09. ab 15 Uhr).
Keine Reservierung!
www.jungmatthias.de
«Annäherungen» sind das Thema dieses Abends. An Materialien für Skulpturen, an lange zurück liegende Verletzungen von Körper und Seele, an die Musik einer vergangenen europäischen Kulturepoche. Und die Frage, was solche Annäherungen auslösen und verändern.
Der Bildhauer Axel F. Otterbach, 1948 in Isny geboren, nähert sich seit seiner Ausbildung in München, 1965, schwierigen Materialien an – Carrara- und portugiesischem Marmor, Dolomit-Gestein, Granit und in seinen jüngsten Arbeiten den im Baugewerbe eingesetzten MDF-Platten. Mit Holz hat er gearbeitet, mit Kalkstein und Karton. Jede Bearbeitung ist ein unveränderlicher Eingriff nach innen, in das Material, nach außen, in den Raum, in dem Otterbachs Skulpturen stehen werden: Kirchen, Plätze, Parks, Gebäude. Und jede Arbeit ist für ihn eine Annäherung an Licht – künstliches und natürliches. Annäherungen an einen regionalen Künstler.
Einige Arbeiten wird Otterbach auf die Filmleinwand projizieren, einige auf der Bühne erklären. Und auch über seine Bildhauer-Schule in Bad Waldsee wird er sprechen.
51 Jahre alt war Rainer B., als er erfuhr, dass auch seine Geschwister vom Vater sexuell missbraucht worden waren. Seine Schwestern mussten 60 Jahre alt werden, bis sie darüber miteinander reden, bis sie sich, wie Rainer B., mit einer Therapie
diesen Tiefen in ihren Seelen annähern konnten. Nicht nur Ettal und Odenwaldschule, sind Orte und Einrichtungen dieses grauenvollen Themas – die Familien sind es vor allem, sagt Rainer B. Und deshalb wagt er das Gespräch darüber auf der Bühne. Über den autoritären Charakter, der zu Missbrauch nötig ist, über die Notwendigkeit, zu lernen, Nein sagen zu können von frühester Kindheit an; über das Befreiende einer Therapie, über verzeihen und verstehen, über die befreiende Kraft, «auskotzen» zu können, um eine neue Lebensphase zu beginnen.
Annäherungen an eine Musik längst vergangener Zeiten, an Madrigale und Motetten, die zu einer Leidenschaft für fünf Sänger und Sängerinnen des Ensembles «diapasón» geworden sind – Markus Berger wird erzählen, was die Faszination, die Lebenslust, ja auch die Koketterie der Musik der Renaissance und des Barock bis heute so lebendig macht. Sie ist an diesem Abend zu hören vom Ensemble «diapasón».
Einheitspreis 8,– Kartenvorverkauf täglich ab 17 Uhr (ab 11.09. ab 15 Uhr).
Keine Reservierung!
www.frommlet-wolfram.de
Beginnen Sie den Sonntag beschwingt mit Tango tanzen.
Eintritt frei!
10.30 bis 14.00 Uhr
Canada gilt als Inbegriff unberührter Natur, Einsamkeit und Abenteuer. Erst seit wenigen Jahrzehnten ist es möglich, auf dem Trans Canada Highway, der längsten
Straße der Welt, das zweitgrößte Land der Erde zu durchqueren: von St. John’s, der Hauptstadt Neufundlands bis Victoria auf Vancouver Island. Dazwischen befinden
sich 7.400 km – mit atemberaubenden Landschaften, spektakulären Städten und gastfreundlichen Bewohnern. Begleiten Sie den Autor auf einer faszinierenden,
mehrwöchigen Reise von der Fjorden der Ostküste in die französisch geprägten Städte Québec und Montreal, durch die weiten Ebenen zu den schneebedeckten Rocky Mountains und den langen Sandstränden an der Pazifikküste. Neben
den unterschiedlichen Landschaften sind es auch die Menschen, die einen Teil der Faszination ausmachen. Die Calgary-Stampede, die größte Veranstaltung Kanadas mit Postkutschen-Rennen, Rodeo-Reiten und vielem mehr bestimmt für eine Woche das Leben in Calgary, der Metropole an den Ausläufern der Rocky Mountains.
Der Besuch eines indianischen Pow-Wows, bei dem sich Mitglieder eines Stammes einmal im Jahr zu Tänzen und Versammlungen treffen, vermittelt einen Einblick in eine völlig andere Welt. Aufnahmen im Herbst, wenn sich die Wälder in ein Farbenmeer verwandeln und im Winter (z.B. Eisskulpturen-Festival in Québec) runden den Vortrag a.
Einheitspreis 8,– Kartenvorverkauf täglich ab 17 Uhr (ab 11.09. ab 15 Uhr).
Keine Reservierung!
www.matthiashanke.de
Das Filmfestival für junge Amateure.
Filmfestival und Preisverleihung Moderation: Uli Böttcher.
Überraschungsgast aus der Filmbranche.
Get together mit den Filmemachern, Jury u. Gästen
Ab 23 Uhr „Film trifft Musik“ Afterparty.
Filmeinreichungen noch bis 25. September möglich. Mitmachen kann jeder zwischen 12 und 24 Jahren.
Viele Jahre schon lebt Geoff Goodman
in München, unvergessen das Duo mit Saxer Chris Hirson
und seine Combo «Misery Loves Company», die auf grandiose
Weise griechische Folklore mit Jazz verknüpfte. Völliges Neuland
betritt der Gitarrist nun mit seinem neuen Projekt, passenderweise
«Curiosity Of Nature» benannt. Auch hier kann Geoff Goodman wieder
seine kreative Neugier in spannende Klänge wandeln. Er transponiert japanische Haiku-Gedichte in Jazz-Kompositionen und Improvisation: die Haikus werden live rezitiert von Kiyomi und visuell unterstützt durch die Kalligraphien der Münchner
Künstlerin Eva Sperner. Musikalische Partner sind der kraft- und phantasievolle Saxophonist Till Martin, der umwerfend fintenreiche Drummer Bill Elgart und der versierte Bassist Andi Kurz. Auch die Balkan-Elemente kommen dank der albanischen Sängerin Fjoralba Turku, Shooting Star der Münchner Szene, nicht zu kurz.
Curiosities Of Nature – selten war ein Bandname passender!
Fjoralba Turku: vocals, Till Martin: saxophone, Geoff Goodman: guitar, Andreas Kurz: bass, Bill Elgart: drums, Kiyomi: recitations, Eva Sperner: kalligraphy.
15,– / ermäßigt 10,– (Mitglieder jazztime und Linse e.V. )
Schüler und Studenten 12,– Kartenvorverkauf täglich ab 17 Uhr (ab 11.09. ab 15 Uhr).
Keine Reservierung!
www.jazztime-ravensburg.de
www.geoffgoodman.com
Ulisses Rocha aus São Paulo
ist einer der Top-Gitarristen
Südamerikas. In seinen eigenen
Kompositionen und
Arrangements von Klassikern
der Música Popular
Brasilieira verbindet er Jazz,
Rock und Bossa Nova zu einem
ganz eigenen Sound.
Seit Jahrzehnten gilt er als
einer der bedeutendsten
Gitarrenstilisten Brasiliens.
Ulisses Rocha ist renommierter Komponist, hat Klassik studiert und ist seit 20
Jahren Professor an der Universidade Estadual de Campinas. Was Ulisses Rocha aus der Riege exzellenter brasilianischer Gitarristen hervorhebt, sind seine feinsinnigen
Kompositionen.
Johannes Deffner aus Weingarten hat seine musikalischen Wurzeln in Klassik und Jazz. Durch langjährigen Kontakt und Austausch mit bekannten brasilianischen Musikern wie Marco de Pinna, Luciana Rabello, Paulo Pedrassoli und Ulisses
Rocha, sowie durch den Besuch der Escola Portàtil in Rio de Janeiro, hat er seine Kenntnisse vertieft und neue Inspiration aus Brasilien mitgebracht. Er hat vor allem
auf der akustischen Gitarre, sowie dem Cavaquinho eine eigene Virtuosität entwickelt. Er spielt überdies auch Bandolim (Mandoline) und befasst sich solo sowie
in verschiedenen Formationen seit Jahren intensiv mit brasilianischer Musik.
Freuen Sie sich auf mitreißende und berührende akustische Musik.
Das Gitarrenmagazin «Akustik Gitarre» (02/2010) über Johannes Deffners neue CD: «Verblüffend virtuos und zugleich mit viel Empfindsamkeit ...
13,– / ermäßigt 9,– Kartenvorverkauf täglich ab 17 Uhr (ab 11.09. ab 15 Uhr).
Keine Reservierung!
www.ulissesrocha.com
www.jdmusica.de
Am Anfang des Lebens
ist der Mensch zufrieden,
wenn er satt und sauber
ist – am Ende ist es wieder
genauso. In den 70,
80 Jahren dazwischen jagt
er verzweifelt dem Glück
hinterher. Aber gerade
als Deutscher tat man
sich mit dem Glücklichsein
schon immer schwer,
denn gejammert hat der
Deutsche seit jeher gern:
Über das Wetter (Mallorca:
zu warm, Stalingrad: zu kalt), über die Politik (Hauen uns alle über’s Ohr!), das
Finanzamt (Muss man über’s Ohr hauen!) oder das Fernsehprogramm (Gestern
wieder den ganzen Abend vor der Glotze gesessen! Nur Mist!). Da drängt sich die Frage auf: Ist der Deutsche überhaupt fähig, in Frieden mit sich zu leben? Oder hat
er historisch gesehen Glück gar nicht verdient, angesichts der Verantwortung für zwei Weltkriege und die Kehrwoche?
Lieber gibt er sich schwermütig den wichtigen Fragen des Lebens hin: Wer sind wir? Wohin gehen wir? Und kann man sich dort im Voraus mit dem Handtuch einen Platz reservieren? Nur gut, dass die Fragen des Alltags inzwischen vom Fernsehen
beantwortet werden: Die Supernanny (Nein, nicht Frau von der Leyen) erzieht unsere Kinder, gut gelaunte RTLSAT1VOXPRO7-Deko-Gestapos richten unsere Wohnungen in Farben neu ein, von denen wir gar nicht wussten, dass es sie gibt
und Reiner Calmund macht den Ernährungsberater. Buchclub-Mitgliedschaften, Zeitungs-Abos oder die Ehe – alles kündbar, aber aus dem Deutschsein gibt es kein so einfaches Entkommen! Thomas Schreckenberger, mehrfach ausgezeichneter
Kabarettist (u.a. Kleinkunstpreis Baden-Württemberg, Fränkischer Kabarettpreis) macht sich auf den steilen Weg hinab in die Abgründe der deutschen Befindlichkeit. Ihm zur Seite steht das ganze Panoptikum unserer Politik- und Promiszene.
Als erschreckende Parodien mischt sich alles ein, was in unserem Land Rang und Namen hat, natürlich ungefragt – wie im richtigen Leben ... Und irgendwann dämmert dann doch die ernüchternde Erkenntnis: Wir haben uns verdient!
13,– / ermäßigt 9,– Kartenvorverkauf täglich ab 17 Uhr (ab 11.09. ab 15 Uhr).
Keine Reservierung!
www.thomas-schreckenberger.de
ab 23.00 Uhr
3,– Euro für DJ Alex.
Die Film- und Videofreunde sind begeisterte Amateurfilmer und stellen Ihnen einen Querschnitt ihres Schaffens vor. Einige ihrer Filme waren bereits erfolgreich bei Filmwettbewerben des Bundes Deutscher Filmautoren (BDFA). Ein buntes Programm aus Kurzfilmen, wie z. B. Familien-, Dokumentar-, Phantasie-, Reportageund
Spielfilme sollen Ihnen viel Spaß und gute Unterhaltung bringen.
www.filmclub-ravensburg.de
Eintritt frei!
Die Musiker von Abantu-Marktbrand! schürfen in verschütteten
südafrikanischen Jazz-Minen und fördern ungeschliffene
Diamanten von Dollar Brand (alias Abdullah
Ibrahim), Johnny Dyani, Chris McGregor, Joe Malinga
und Hugh Masekela zu Tage.
Die Wurzeln liegen in südafrikanischen Clubs der 60er
Jahre. Wegen der Apartheid verstreuten sich die Musiker über die ganze Welt und entwickelten ihre Ideen in den Wahlheimaten weiter. Internationale Aufmerksamkeit erntete diese Musik in
den 70er und 80er Jahren. Es gibt heute kaum Bands, die diese Musik spielen, deshalb klingt sie, auch wenn sie nicht neu ist, frisch und unverbraucht.
Andieh’ Merk: Saxophone, Christoph Schaaf: Trompete, Michael Huber: Posaune, Rainer Deschler: Piano, Andreas Piesch: Bass, Ralle Fricker: Schlagzeug.
Mit dem Fahrrad auf den Spuren der Musik.
Eine Dia-Audio-Vision von Bruno Maul und Manuela Wetzel.
1 Jahr und 12.000 km mit
dem Fahrrad nach Ägypten
und übers Mittelmeer
zurück nach Europa. Entstanden
ist eine packende
Fotoreportage über die
verschiedenen Länder und
Kulturen des Balkans und
des Orients. Sie zeigt die
unterschiedlichen Lebensrealitäten
der Menschen.
Es entsteht ein akustischer
Eindruck von der Gipsy-
Musik der Sinti und Roma
bis hin zu orientalischen
Klängen!
Unser Ziel? Der Weg! Die
Begegnungen und Erlebnisse
auf diesem Weg
spiegeln sich in dieser
lebendigen Fotoreportage wieder. Die Bandbreite an Eindrücken war groß: von herzlicher Gastfreundschaft bis hin zu Steine werfenden Kindern, von grünen Donauauen bis hin zur kargen Wüstenlandschaft Jordaniens, vom nicht enden wollenden Regen im Balkan bis hin zu gnadenloser Hitze in den Bergen des Sinai
... Aber egal wo, überall trafen wir Menschen, die etwas zu erzählen hatten und deren Lebensrealitäten wir in Momentaufnahmen einfangen durften. Mit dem Ziel, Musiker der verschiedenen Länder zu porträtieren, erlebten wir wie Musik
Grenzen sprengt und unabhängig von Sprache Emotionen auslöst. Musiker sind oftmals subkulturelle Freidenker und so tauchten wir durch die Begegnung mit ihnen in fremde Kulturen, Religionen und Weltsichten ein.
Mit Fahrrädern fuhren wir bis nach Ägypten, segelten auf einem alten Dreimaster zurück nach Sizilien und von dort mit dieser Ape 50 3.500 km zurück ins Allgäu.
Einheitspreis 8,– Kartenvorverkauf täglich ab 17 Uhr (ab 11.09. ab 15 Uhr).
Keine Reservierung!
www.zeichnen-mit-licht.de