Ausstellung Martin Tag «Zweite Blicke» – im kleinen Format

Tag Martin WEB

neue Arbeiten · auf Leinwand und Papier

ungewohnte Perspektiven · kleine und kleinste Formate · Distanz und Nähe dynamische Momente · fragile Lineaturen

kräftig gesetzte Farbflächen · Motivwahl · mediale Bildwelten

sich selbst wieder entdecken?

 

26. September bis 10. November 2013. Täglich ab 17.30 Uhr. 

 

 

Typisch für Martin Tags Arbeiten sind ungewohnte Perspektiven, allen voran der Blick von oben. Schwerpunkt dieser Ausstellung sind kleine und kleinste Formate, die an die Darstellungsweise der «Thumbs» aus der vernetzten Medienwelt erinnern – einer verknappten und auf Schlüsselreize minimalisierten Wahrnehmung. Durch den Blick von oben vermittelt der Künstler in diesen Bildern Distanz und gleichzeitig eine starke Nähe im Akt des Betrachtens typischer Merkmale, die er abstrahierend aufgreift. Er wählt einen – oft dynamischen – Moment aus dem Leben der von ihm beobachteten ­Menschen heraus und verstärkt oder verfremdet diesen durch den Einsatz von Perspektive. Fragile Lineaturen und kräftig gesetzte Farbflächen stoßen dabei zusammen. Oft wird erst auf den zweiten Blick deutlicher, in welcher Weise das ­«Bildpersonal» dargestellt wird.

Bei Tags Motivwahl kann man erleben, dass die vordergründig alltäglichen Situationen wie «Baden im Brunnen», ­«Begegnung auf der Treppe» etc. plötzlich auf Motive aus der Kunstgeschichte anspielen können – wie viel Mythisches aus dem «kollektiven Bildgedächtnis» vermag in unsere angeb­liche «Wahrnehmung von Realität» hineinzuspielen? ­Welchen Stellenwert haben sie in einer Epoche medialer Bild­welten, Thumbs und Computerspiele?

Martin Tag ist Meisterschüler der Hochschule der Künste ­Berlin (UdK) und lebt und arbeitet seit 2007 in Weingarten.

martin-tag.de

 

 

Vernissage: Donnerstag, 26. September, 18.30 Uhr

Musik: Andieh Merk. Tenorsaxophon und Piano

Einführung in die Ausstellung durch den Künstler